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Thermen Apotheke

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  • 65812 Bad Soden

Zwangsstörungen: Diagnose

Zwangsstörungen sind an den typischen Symptomen erkennbar
aktualisiert am 08.05.2014

Arzt-Patienten-Gespräch: Der Fachmann muss überprüfen, ob eine Zwangsstörung oder eventuell eine andere seelische Störung vorliegt

Banana Stock/RYF

Der Arzt erkundigt sich in einem ausführlichen Gespräch nach den genauen Beschwerden (siehe Kapitel Symptome) und fragt nach der persönlichen Krankheitsgeschichte.

Eine Zwangsstörung liegt dann vor, wenn Zwangshandlungen und/oder Zwangsgedanken so ausgeprägt sind, dass sie das Leben der Betroffenen beeinträchtigen. Es ist dann ratsam, sich an einen Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie zu wenden. Er kann die Diagnose überprüfen. Handelt es sich tatsächlich um eine Zwangserkrankung? Oder sind die Zwangssymptome Zeichen einer anderen seelischen Störung? Der Arzt kann entscheiden, ob eine Behandlung angezeigt ist und eventuell zu einem Psychotherapeuten überweisen.

Typisch für eine Zwangsstörung sind folgende Merkmale:

  • Die Zwangshandlungen und -gedanken oder -impulse treten seit mindestens zwei Wochen, und davon an den meisten Tagen auf.
  • Die Zwänge werden als quälend und/oder sinnlos empfunden.
  • Der Alltag wird durch die Zwänge beeinträchtigt.
  • Zwangsgedanken und -impulse werden der eigenen Person zugeordnet, sie werden also nicht als "fremd" oder "von außen gemacht" erlebt.
  • Bei Widerstand/Unterlassung kommt es zu innerer Unruhe und Angst.

Der Arzt muss andere Krankheiten abgrenzen

Der Arzt wird versuchen, andere psychische Störungen als Ursache auszuschließen, beispielsweise eine Persönlichkeitsstörung. Auch Schizophrenie oder Depressionen können manchmal Ähnlichkeit mit Zwangsstörungen haben und damit verwechselt werden.

Bei beiden Erkrankungen treten häufig auch Zwangssymptome auf. Der wesentliche Unterschied zur Zwangsstörung besteht aber in der Wahrnehmung des Zwangs: Die Zwangsgedanken werden bei Depression und Schizophrenie zwar als belastend, meist aber nicht als überflüssig oder sinnlos empfunden wie bei einer Zwangsstörung. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder eine Angststörung können aber gemeinsam mit Zwangsstörungen auftreten.

Eine genaue körperliche Untersuchung ist wichtig. Denn manchmal sind organische Ursachen für die beobachteten Symptome verantwortlich. Zum Beispielt treten bei bestimmten neurologischen Erkrankungen Zwänge gehäuft auf.



Bildnachweis: Banana Stock/RYF
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